Herbstreise nach Varano Borghi vom 14.9. - 21.9.2022

Bereits zum vierten Mal ging die Herbstreise der GCL-Senioren in die norditalienischen Provinzen Lombardei und Piemont und auch zum vierten Mal diente die Villa Borghi im kleinen Dörfchen Varano Borghi als unser Ausgangspunkt mit idealer Lage nahe an der Provinzgrenze, von wo aus wir alle Golfplätze gut erreichen konnten.
 
Das Hotel ist in einer alten Fabrikantenvilla untergebracht, ergänzt durch einen Neubau mit Spa, zusätzlichen Zimmern und Frühstücksraum und durch ein zweites Restaurant, La Scuderia, im alten Pferdestall. Das Haupthaus bezauberte mich durch das opulente Dekor (aus dem 19. Jahrhundert) und durch die Patina – schon leise auf dem Weg in Richtung Zerfall ...
 
Unser langjähriger Reisemarshall Toni Barletta hatte Herbstreise noch weitgehend vorgeplant; ich versuchte, in organisatorischen Belangen nicht gerade der Hirsch, in seine grossen Fussstapfen zu treten. Irgendwie ging am Ende alles auf.
 
Wie gewohnt reisten wir mit dem Privatauto an; einige in Fahrgemeinschaften und einer – unser sportlichster Kollege – mit dem Zug ins Tessin und von dort aus mit dem Velo nach Varano Borghi.
 
Das Grüppchen war kleiner als üblich; nur 11 Mitglieder nahmen die Strapazen auf sich, eine Woche lang nichts anderes zu tun als zu essen, zu trinken, zu plaudern – und dazwischen auch noch etwas Golf zu spielen.
 
Nach alter Gewohnheit begannen wir – nach einigen Bierchen – mit dem Begrüssungsapéro in der Villa. Ich versuchte, meine Ansprache so kurz wie möglich zu halten, aber es war mir wichtig, die ganze Reise unserem so plötzlich verstorbenen lieben Kollegen Toni zu widmen.
 
In den folgenden Tagen spielten wir viele schöne Plätze, die die meisten von uns schon kannten: Bogogno-Conte, Varese, Golf des Iles Borromées, Bogogna-Bonora und zum Abschluss nochmal Varese mit dem traditionellen Turnier. Die Bedingungen waren vorzüglich: viel Sonne, angenehme Temperaturen und keine Nässe. Nur an einem Tag pfiff uns ein kalter Wind auf den Hügeln über dem Lago Maggiore etwas gar grimmig um die Ohren.
 
Am spielfreien Tag machte ein Teil der Gruppe einen gemeinsamen Ausflug mit der Bahn nach Milano: Es wechselten sich aperitivi, monumenti storici, birre, vini, piatti e celati in munterer Folge ab.
 
Nicht fehlen durften vor den Abendessen natürlich die gemeinsamen Apéros, jeweils von einem der Teilnehmer offeriert, bei denen die Flights für den Folgetag ausgehandelt wurden. Meistens waren wir dabei traditionsgemäss in der kleinen Dorfbar C’era una volta, die Toni einige Jahre zuvor für uns entdeckt hatte. Gegessen wurde entweder im Haupthaus oder in der Scuderia; weil wir so eine kleine Gruppe waren, konnten wir unsere Menues aus einer kleinen Karte selber zusammenstellen, was einigen von uns gelegen kam.
 
Es war eine wunderbare Woche in gelöster Atmosphäre, mit lockerem Spiel für die einen und ernstem Sport für die anderen. Ach ja, fast hätte ich das Wichtigste vergessen: Das Turnier gewann Beat Möschberger mit 17 Punkten brutto und Hubert Schmid mit 31 Punkten netto.
 
Mark Richli